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Dr. Árpád Ferencz Reformierte Theologische Universität Debrecen ( Ungarn ) Das Wesen der Reformation und der Leuenberger Konkordie ( Seite 1 ) (Kurzvortrag anlässlich des gemeinsamen Abendmahlgottesdienstes der lutherischen und reformierten Kirchengemeinden in der Klosterkirche zu Schäßburg) „Der Christenmensch ist ein freyer und niemand Untertan”, lautet Luther Grundthese zur Lage des christlichen Menschen. Betrachtet man die Reformation, zumindest in der früheren Phase, so entsteht vor dem Augen des Betrachters ein Bild, demnach die Reformation unter anderem auf die Freiheit eines Christenmenschen gesetzt hat. Diese Lage ändert sich jedoch in dem Masse, in dem wir die Geschichte der Reformation uns anschauen und betrachten, wie die verschiedene reformatorische Konfessionen sich untereinander verhalten haben - als seien sie keine Geschwister, sondern wirkliche und wahre Gegner. Es entsteht leicht das Bild, wer solche Geschwister hat braucht keine Feinde mehr zu haben. Die Fragen, um die es bei den Streitigkeiten gegangen ist, haben sich um die Lehre des Abendmahls konzentriert. Ist das Abendmahl die Realpräsenz Christi, oder ist es „nur” ein Gedächtnismahl, und wie steht es mit dem Gegenwart Gottes im Sakrament? Eine Annäherung in diese Streitfragen stand zunächst nicht zur Debatte. Es schien, als ob die Reformatoren vergessen hätten, dass in beiden Konfessionen die Frage nach dem gnädigem Gott und der Barmherzigkeit Gottes in Christus zentral ist. In den Zeiten der Orthodoxie und auch noch im 20. Jahrhundert haben sich die verschiedene reformatorische Konfessionen die Distanz bewahrt. Zwar haben sie gemeinsam im 1934 die so genannte „Barmer Theologische Erklärung” der Bekennenden Kirche verabschiedet, aber dies hat die Lage nicht sehr weit geändert. Das Wesen der Reformation, der im Christus gewonnenen Freiheit schien zu schlummern. |
Kontakt Impressum 3. 3. 2011 Tageslosung Evangelische Kirche A.B. in Rumänien